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Bau der Überleitung Ränkam-Furth: Es geht los!

Es ist endlich soweit: Die Bauarbeiten für die Überleitung in Ränkam haben begonnen! Und das rund 7 Jahre nachdem bekannt wurde, dass die Ränkamer Kläranlage marode ist. Deshalb wurde beschlossen, dass künftig mittels zwei Pumpwerken und einer Rohrleitung das Abwasser der Ortsteilbürger von Ränkam, Lixenried, Gschwand und Deglberg nach Furth im Wald gelangen und dort in der neuen Kläranlage gereinigt und aufbereitet werden soll.

Auf Nachfrage geben Bürgermeister Sandro Bauer und Michael Nachreiner, Mitarbeiter des Bauamtes, Details zur Maßnahme bekannt, erläutern den Zeitplan und klären die Frage, ob für diese Maßnahme noch Kosten für die Bürger entstehen. „Wir freuen uns, dass es jetzt endlich losgehen kann. Unterwegs waren viele Hürden zu meistern“, betont das Stadtoberhaupt. Die Maßnahme sei in drei Gewerke unterteilt, die ausgeschriebenen wurden und für die folgende Firmen den Zuschlag erhalten haben: Leitungsbau Walter Bauer GmbH & Co. KG aus Runding, Maschinentechnik Firma Scharr-tec aus Hunderdorf, Baumeisterarbeiten Kolbeck Bau aus Furth im Wald. Der Plan samt Trassenführung für diese Überleitung stamme von der Ingenieurplanungsgruppe „Dünser.Aigner.Kollegen“, die auch die Planung der Further Kläranlage und die Untersuchung der Ränkamer Einrichtung übernommen hatte.

Förderung von 50 Prozent

Offizieller Baustart war vergangene Woche am Montag. „Es pressiert – nicht nur, wegen des Zustands der Ränkamer Anlage, sondern auch, weil die Förderung ausläuft“, erklärt Sandro Bauer. Die Maßnahme solle deshalb – so weit wie möglich – heuer erledigt werden. 2018 sei die wasserrechtliche Erlaubnis ausgelaufen, die in enger Zusammenarbeit mit dem Wasserwirtschaftsamt jeweils jährlich verlängert werden konnte.

Nun sei es gelungen, für das Vorhaben Mittel über „RZWas“ (Förderungen wasserwirtschaftlicher Vorhaben in Bayern) zu erhalten. Das seien rund 50 Prozent der förderfähigen Kosten. Darüber sei man sehr froh, denn: Die Maßnahme kostet 2,3 Millionen Euro. Angenommen wurde anfangs „nur“ eine Million Euro. Diese geschätzte Summe wurde in die Gebührensatzung eingearbeitet und auf die Bürger umgelegt. „Doch mit der Förderung kommen wir wieder auf die ursprünglich angenommene Summe der Globalberechnung“, so Bauer erleichtert, der auch betont, dass keine Kosten mehr auf die Bürger zukommen.

4,9 Kilometer lang

Die Überleitung hat eine Länge von 4,9 Kilometern, die verläuft bis auf zwei Ausnahmen im öffentlichen Grund. „Dort, wo wir im privaten Grund sind, nutzen wir die bereits bestehende Dienstbarkeit von der Kanalleitung“, informiert Michael Nachreiner. Die Leitung verkauft von Deglberg über den Brechhäuserweg zum Sportplatz in Ränkam, unterhalb der Hauptstraße Richtung Ponnholz zum Firmengelände Kuvvetli, dann entlang der Kreisstraße und bei Joko-Geweihleuchten in den bestehenden Kanal. Neben der Leitung werden zwei Pumpwerke gebaut: eines am Ortseingang Deglberg und ein größeres Bauwerk im Becken in Ränkam. Die Kläranlage soll danach stillgelegt und rückgebaut werden.