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"Tür zur Welt" öffnet sich - Spatenstich in Rosengarten

Gemeinde Rosengarten

Was lange währt, wird endlich gut: Der symbolische erste Spatenstich für den Breitbandausbau in Rosengarten ist gesetzt. Bereits seit Ende 2019 ist die Gemeinde eine der 33 Kommunen, die heute zum Zweckverband Breitband des Landkreises Hall gehören. Ursprünglich sollten die Arbeiten auf dem Gebiet der Gemeinde bereits Ende 2021 beginnen. Doch das Mammutprojekt hatte sich wegen bürokratischer Hürden und neuer gesetzlicher Vorgaben immer wieder verzögert.

Hoher Besuch

Bei allem, was er über das Prozedere gehört habe, hätte er anstelle von Heinz Kastenholz die Nerven und wahrscheinlich auch ein paar Haare verloren, sagte Bürgermeister Julian Tausch nach der offiziellen Eröffnung der Bauarbeiten in Richtung des Zweckverband-Geschäftsführers. Jetzt freue er sich, dass auch in Rosengarten mit einem schnellen Glasfasernetz „die Tür zur Welt“ geöffnet werde. Der Ausbau startete auf einer Wiese vor der Rosengartener Feuerwache in Uttenhofen mit hohem Besuch. Neben Vertretern der Stadtwerke, anderer beteiligter Unternehmen und dem Rathauschef nahmen auch Landrat Gerhard Bauer und Ministerialdirigent Arndt Möser vom Innenministerium Baden-Württemberg den Spaten in die Hand. Bauer bedankte sich bei Möser für die 2,6 Millionen Euro, die das Land alleine für den Ausbau in Rosengarten zuschießt. Dies sei keine Selbstverständlichkeit. Über den Umfang der Arbeiten in der Gemeinde zeigte er sich gut informiert: „60 Hausanschlüsse, 30 gewerbliche Anschlüsse, 47 Kilometer Glasfaserkabel, 75 Kilometer Leerrohre, 32 Kabelschächte, 30 Netzverteiler – da wird heftig gearbeitet“, lobte der Landrat und hob die Synergieeffekte hervor, die sich durch das gleichzeitige Verlegen von Stromkabeln und Wasserrohren durch die Stadtwerke ergeben. Arndt Möser überbrachte herzliche Grüße von Innenminister Thomas Strobel. Leider gebe es immer noch einige Gebiete, in denen der Breitbandzugang nicht flächendeckend verfügbar sei, bedauerte er. Dies führe zu einer ungleichen Verteilung der Chancen und einer Einschränkung der Wettbewerbsfähigkeit. Um sicherzustellen, dass jeder Bürger in der Lage sei, die Vorteile der digitalen Anwendungen zu nutzen, nehme die Landesregierung richtig viel Geld in die Hand. Ab Mitte 2016 bis heute habe das Land mehr als 347 000 Glasfaseranschlüsse mit mehr als 2,2 Milliarden Euro bezuschusst. Mit einer „intelligenten Förderpolitik“ habe man dafür gesorgt, dass nochmal 2,69 Milliarden Euro vom Bund nach Baden-Württemberg flössen. Bei der Fördersumme von insgesamt 4,89 Milliarden Euro handele es sich um einen Spitzenwert: „So viel, wie nirgendwo sonst in der Republik.“ Weiter merkte Möser an: „Wir hoffen nur, dass uns das in den nächsten Jahren nicht einholt und jemand den spitzen Bleistift ansetzt und sagt, nach dem Königsteiner Schlüssel wären es eigentlich nur 13 Prozent, aber wie viel hat Baden-Württemberg tatsächlich bekommen?“ Der Königsteiner Schlüssel ist eine Regelung zur Aufteilung der Länderanteile bei gemeinsamen Finanzierungen.


Die Ausbauarbeiten in Rosengarten übernimmt die Firma Walter Bauer. Sie war bereits an anderen Orten im Landkreis für den Zweckverband Breitband im Einsatz. Vor dem Rosengartener Gemeinderat hatte Heinz Kastenholz die Leistungen und die Zuverlässigkeit des im bayrischen Runding (Landkreis Cham) ansässigen Bauunternehmens in den höchsten Tönen gelobt. „Der Name Bauer steht eben für Qualität“, scherzte der Haller Landrat bei seiner Ansprache in der Feuerwache. „Ich bin sicher, dass wir zusammen ein superschönes Projekt hinbringen“, versprach Geschäftsführer Walter Bauer allen Anwesenden.

 

Quelle: Zeitungsbericht Landkreis Hall