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Haupttrasse für 429 Anschlüsse - Spatenstich Gemeinde Griesstätt

Griesstätt (kr) –Nach kirchlichem Segen und einem symbolischen Spatenstich kann nun mit der zweiten Phase des Ausbaus des Breitband-Netzes im Ortsbereich begonnen werden. Dabei wird in nächster Zeit eine 7,2 Kilometer lange Haupttrasse auf öffentlichem Grund mit sieben zusätzlichen Netzverteilern erstellt. Insgesamt 429 neue Hausanschlüsse werden damit ermöglicht.

Eine tolle Entscheidung, um die so manche andere Gemeinde Griesstätt beneiden dürfte, bezeichnete der stellvertretende Landrat Josef Huber in seinem Grußwort beim Spatenstich den derzeitigen örtlichen Breitbandausbau. Er könne hierzu nur gratulieren, denn es zeige, dass die Verantwortlichen in der Gemeinde Weitblick bewiesen hätten. Nicht ohne Stolz betrachtete Bürgermeister Robert Aßmus die laufenden Maßnahmen. Er freute sich, dass, wie schon im erfolgreich abgeschlossenen ersten Abschnitt des Ausbaus, der Netzbetrieb wieder an die Anschlusswerk GmbH vergeben werden konnte, die Planungsleistungen an die Ledermann GmbH und der Netzbau an die Walter Bauer GmbH & Co KG. Für sieben Jahre wird das im „Betreibermodell“ errichtete und im Besitz der Gemeinde verbleibende, passive Netz an die Anschlusswerk GmbH verpachtet, gab Aßmus bekannt. Da es sich um ein adressbezogenes BayGigbitR-Verfahren handele, ergäben 429 Anschlüsse a 5000 Euro eine maximale Fördersumme von 2.145.000 Euro. Davon müsse die Gemeinde einen Eigenanteil von 356.148 Euro selber tragen. Diese Investition lohne sich jedenfalls, da die Kommune die Entscheidungshoheit über die zukunftsweisende Infrastruktur behalte.

Werner Rades von der Anschlusswerk GmbH informierte die Anwesenden darüber, dass nach Übergabe des zentralen Glasfaser-Netzknotens und nach Einbau und Inbetriebnahme der benötigten Technik seit Januar 2023 bereits die ersten Kunden freigeschaltet werden konnten. Aktuell werde schon eine kleine zweistellige Zahl an Kunden mit Glasfaser Internet und Telefon versorgt, so Rades.

Für alle weiteren bereits erteilten Aufträge sei geplant, innerhalb der nächsten vier Wochen einen Inbetriebnahme-Termin abzustimmen. Sofern dabei die Kündigung beim bisherigen Anbieter und die Rufnummernmitnahme notwendig wäre, richte sich dieser nach der Kündigungsfrist eines noch laufenden Vertrages. Die geförderte Glasfaserinfrastruktur werde dabei nur bis zum Hausanschlusskasten gebaut, gegebenenfalls sei noch eine Glasfaser- oder Datennetzwerk-Verkabelung im Haus notwendig.

Planer Josef Ledermann stellte seinerseits fest, dass wohl noch die nächste Generation für alles, was hier entstehe, dankbar sein werde und Edyta Herrmann, für den Hoch- und Tiefbau in der Gemeinde zuständig, ergänzte dazu treffend “Das ist unsere Zukunft!“

Der kirchliche Segen schloss den offiziellen Teil des Spatenstiches ab. Pfarrer Herbert Weingärtner vermerkte dazu, dass hierbei nicht die Gebäude im Vordergrund stünden, sondern die Menschen, die hier arbeiten, planen oder am Bau beteiligt seien. Dass dabei nichts Schlimmes passiere, dafür bat er um göttlichen Schutz.